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<title>Autoritarismus</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Autoritarismus</span></h1>
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<p><b>Autoritarismus</b> (<span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Latein" title="Latein">lateinisch</a></span> <span lang="la-Latn" style="font-style:italic">auctoritas</span> ‚Einfluss‘, ‚Geltung‘, ‚Macht‘) ist eine <a href="Herrschaftsform" title="Herrschaftsform">Herrschaftsform</a>, bei der im Unterschied zur <a href="Demokratie" title="Demokratie">Demokratie</a> die politische <a href="Macht" title="Macht">Macht</a> nicht bei der gesamten Bevölkerung liegt, sondern bei einer oder wenigen Personen. Die Bürger eines autoritär regierten <a href="Staat" title="Staat">Staates</a> haben also keine Möglichkeit, durch freie <a href="Wahl" title="Wahl">Wahlen</a> die <a href="Regierung" title="Regierung">Regierung</a> nach ihrem Wunsch zu ändern. In der Regel kommt es unter der Herrschaft von autoritären Regimen auch deutlich häufiger als in Demokratien zu Verletzungen der <a href="Menschenrechte" title="Menschenrechte">Menschenrechte</a>, bspw. durch die <a href="Politischer_Gefangener" title="Politischer Gefangener">Inhaftierung politischer Gegner</a>.
</p><p>Ein umgangssprachliches Synonym ist <a href="Diktatur" title="Diktatur">Diktatur</a>, dieser Begriff wird in der <a href="Politikwissenschaft" title="Politikwissenschaft">Politikwissenschaft</a> allerdings nicht verwendet, da er nicht eindeutig definiert ist.
</p><p>Derzeit lebt etwa die Hälfte der Weltbevölkerung in mehr oder weniger autoritären Systemen. Der größte eindeutig autoritäre Staat ist <a href="Volksrepublik_China" title="Volksrepublik China">China</a>.
</p><p>Als Extremform des Autoritarismus gilt der <a href="Totalitarismus" title="Totalitarismus">Totalitarismus</a>.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Soziale_und_politische_Basis_autoritärer_Systeme"><span id="Soziale_und_politische_Basis_autorit.C3.A4rer_Systeme"></span>Soziale und politische Basis autoritärer Systeme</h2></div>
<p>Autoritäre Systeme werden von bestimmten sozialen Kräften einer Gesellschaft getragen. Diese bilden gegebenenfalls ihre <a href="Oligarchie" title="Oligarchie">oligarchische</a> Machtbasis. Diese sozialen Kräfte können in z.&nbsp;B. zivile und militärische Kräfte unterteilt werden. Das heißt, autoritäre Staaten können zivil, militärisch, <a href="Volksstamm" class="mw-redirect" title="Volksstamm">tribal</a>, religiös oder bürokratisch usw. gestützt sein.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Legitimationsmuster_autoritärer_Systeme"><span id="Legitimationsmuster_autorit.C3.A4rer_Systeme"></span>Legitimationsmuster autoritärer Systeme</h2></div>
<p><a href="Max_Weber" title="Max Weber">Max Weber</a> beschreibt drei Formen der <a href="Herrschaft#Max_Webers_Begriffsdefinition" title="Herrschaft">Legitimation</a>: <a href="Tradition" title="Tradition">traditionelle</a>, <a href="Charisma" title="Charisma">charismatische</a> und rationale Legitimität. In Bezug auf autoritäre Systeme sind nur die traditionelle und charismatische Legitimität von Bedeutung.
</p><p>Traditionell bedeutet nach Max Weber: „die Autorität des ewig Gestrigen: der durch unvordenkliche Geltung und gewohnheitsmäßige Einstellung auf ihre Innehaltung geheiligter Sitten“ – dieses Legitimationsmuster trifft vor allem auf autoritäre Staaten zu, in denen die Religion als Legitimation für den Herrschenden gilt und das Politische nicht vom Sakralen getrennt ist. Beispiele hierfür sind <a href="Saudi-Arabien" title="Saudi-Arabien">Saudi-Arabien</a> und der <a href="Iran" title="Iran">Iran</a>, wobei Anklänge an dieses Muster auch in Teilen der westlichen Welt (z.&nbsp;B. <a href="Bible_Belt" title="Bible Belt">Bible Belt</a>), wenn auch mit beschränktem Einfluss, vorzufinden sind.
</p><p>Charismatisch bedeutet nach Max Weber: „aus Begeisterung oder Not und Hoffnung geborene, gläubige, ganz persönliche Hingabe“ – dieses Legitimationsmuster trifft vor allem auf Länder zu, in denen ein politischer <a href="F%C3%BChrer" title="Führer">Führer</a> Anerkennung in der Bevölkerung erworben und seine Herrschaft in einem autoritären System verankert hat. Als ein Beispiel hierfür kann <a href="Kuba" title="Kuba">Kuba</a> unter <a href="Fidel_Castro" title="Fidel Castro">Fidel Castro</a> angesehen werden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Strukturmuster_der_politischen_Macht">Strukturmuster der politischen Macht</h2></div>
<p>In autoritären Systemen ist die <a href="Macht" title="Macht">Macht</a> in der Regel zentralisiert. Die meisten modernen autoritären Staaten sind <a href="Scheindemokratie" title="Scheindemokratie">Scheindemokratien</a>, da laut <a href="Verfassung" title="Verfassung">Verfassung</a> häufig formal demokratische Strukturen vorgeschrieben sind, diese allerdings nicht wirklich bestehen.
</p><p>Vergleicht man Industrie- und Entwicklungsländer, kann ein höheres Maß an Personalisierung des Politischen festgestellt werden. Als personalistisch bezeichnet man eine Führung dann, wenn sie in einer Person konzentriert ist.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Beziehung_zwischen_Machthabern_und_Herrschaftsunterworfenen">Beziehung zwischen Machthabern und Herrschaftsunterworfenen</h2></div>
<p>Das wesentliche Element im Verhältnis von Machthabern und Machtunterworfenen ist die <a href="Gewalt" title="Gewalt">Gewalt</a> „von oben“, meist in Form einer <a href="Geheimpolizei" title="Geheimpolizei">Geheimpolizei</a>, deren Zweck darin besteht, die politische Macht der herrschenden Klasse zu schützen und jegliche Form der <a href="Opposition_(Politik)" title="Opposition (Politik)">Opposition</a> zu unterdrücken. Die <a href="Politische_Partizipation" title="Politische Partizipation">politische Partizipation</a> wird von den Machthabern entweder unterbunden oder gesteuert.
</p><p>Die Kommunikationsforscherin Sarah Oats bezeichnete die Rolle der <a href="Massenmedien" title="Massenmedien">Massenmedien</a> als einen kritischen Faktor beim Abgleiten eines Staates in den Autoritarismus.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zur Stabilisierung eines etablierten Regimes können die verschiedenen Strategien <a href="Zensur_(Informationskontrolle)" title="Zensur (Informationskontrolle)">Zensur</a>, <a href="Selbstzensur" title="Selbstzensur">Selbstzensur</a> oder <a href="Propaganda" title="Propaganda">Propaganda</a> verfolgt werden.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Durch die Kontrolle der großen Medien sei es nach dem Politikwissenschaftler Stephen K. Wegren annähernd ausgeschlossen, dass Medien eine <a href="Debatte#Politische_Debatten_in_den_Massenmedien" title="Debatte">Debatte</a> auslösen können, wie dies eine Funktion von Medien in offenen politischen Systemen der Fall sei.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Angesichts der stärker werdenden Popularität <a href="Rechtspopulismus" title="Rechtspopulismus">rechtspopulistischer</a> Parteien sprechen Medien in den 2010er Jahren von einer Krise des <a href="Liberalismus" title="Liberalismus">Liberalismus</a>. So hebt etwa der Journalist <a href="Thomas_Assheuer" title="Thomas Assheuer">Thomas Assheuer</a> hervor, dass der Soziologe Ralf Dahrendorf bereits in den 1990er Jahren voraussagte, dass die <a href="Globalisierung" title="Globalisierung">Globalisierung</a> „eher autoritären als demokratischen Verfassungen Vorschub leisten“ werde.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der deutsche Bundespräsident <a href="Frank-Walter_Steinmeier" title="Frank-Walter Steinmeier">Frank-Walter Steinmeier</a> warnte 2017 mehrmals – in seiner Antrittsrede vor dem Bundestag, bei seinem ersten Auslandsbesuch in Frankreich sowie bei seiner ersten Rede im Europaparlament – vor einer neuen „Faszination des Autoritären“.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der Herausgeber der <a href="Berliner_Zeitung" title="Berliner Zeitung">Berliner Zeitung</a> <a href="Michael_Maier_(Journalist)" title="Michael Maier (Journalist)">Michael Maier</a> nannte wesentliche Kennzeichen, die autoritäre Systeme von einer auf Gewaltenteilung basierenden freiheitlichen Demokratie unterscheiden: „Autoritäre Systeme können über Nacht Maßnahmen verordnen. Sie können die Bürgerrechte nach Belieben einschränken. <a href="Polizeistaat" title="Polizeistaat">Polizei-</a> und <a href="%C3%9Cberwachungsstaat" title="Überwachungsstaat">Überwachungsstaat</a> ersticken Widerstand im Keim. Andersdenkende oder Kritiker werden mundtot gemacht, verschwinden von der Bildfläche – über Nacht. <a href="Denunziation" title="Denunziation">Denunziation</a> ist der Kitt, der Unrechtssysteme im Innersten zusammenhält. Bürokratische Schikanen nötigen die Bürger zum Wohlverhalten. Um sich selbst nicht zu gefährden, misstrauen die Bürger einander und verraten sich gegenseitig. Mitbestimmung, Expertise und Parlamentarismus werden als Fassaden aufrechterhalten. Eine unabhängige Justiz gibt es nicht. Zensur findet statt. Die Würde des Menschen ist eine Frage von <a href="Gunst" title="Gunst">Gunst</a> und <a href="Willk%C3%BCr_(Recht)" title="Willkür (Recht)">Willkür</a>. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Entscheidung über Krieg und Frieden ist den Interessen von kleinen Cliquen untergeordnet. Die Macht der Herrschenden ist unantastbar. Der Wille der Machthaber ist unberechenbar. Die Missachtung von kleinsten Vorschriften kann gravierende Folgen haben. Die Vorschriften ändern sich oft über Nacht, manchmal sogar im Nachhinein.“ Er betonte, es sei in Europa „viel zu verlieren“ und sprach von einer Belastungsprobe des europäischen Systems, welches – im Zuge einer schleichenden „globalen Angleichung“ – zunehmend Symptome einer „Anarchie von oben“ zeige.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Typologie_autoritärer_Regime_nach_Juan_J._Linz"><span id="Typologie_autorit.C3.A4rer_Regime_nach_Juan_J._Linz"></span>Typologie autoritärer Regime nach Juan J. Linz</h2></div>


<p>Folgende Typen autoritärer Regime wurden von <i><a href="Juan_J._Linz" class="mw-redirect" title="Juan J. Linz">Juan J. Linz</a></i> systematisiert. Sie sind <a href="Idealtypus" title="Idealtypus">idealtypisch</a> und nur selten deckungsgleich mit real existierenden Regimen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Bürokratisch-militärisches_Regime"><span id="B.C3.BCrokratisch-milit.C3.A4risches_Regime"></span>Bürokratisch-militärisches Regime</h3></div>
<p>Merkmale:
</p>
<ul><li>keine mobilisierungsfähige Partei</li>
<li>Führung: a-charismatische Militärs</li>
<li>Mentalität pragmatisch</li></ul>
<p>Dieser Typ folgt meist auf ein liberal-demokratisches System, das über keine Systemloyalitäten oder keine stabile Regierung verfügt hat.
</p><p>Beispiele:
</p>
<ul><li><a href="Milit%C3%A4rdiktatur" title="Militärdiktatur">Militärdiktaturen</a> in <a href="Lateinamerika" title="Lateinamerika">Lateinamerika</a> 1960er bis 1990er</li>
<li><a href="Union_Myanmar" class="mw-redirect" title="Union Myanmar">Union Myanmar</a></li>
<li><a href="Thailand" title="Thailand">Thailand</a></li>
<li><a href="Pakistan" title="Pakistan">Pakistan</a></li>
<li><a href="%C3%84gypten" title="Ägypten">Ägypten</a></li>
<li><a href="Fidschi" title="Fidschi">Fidschi</a></li>
<li><a href="T%C3%BCrkei" title="Türkei">Türkei</a> (<a href="Milit%C3%A4rputsch_in_der_T%C3%BCrkei_1960" title="Militärputsch in der Türkei 1960">1960–1961</a>), (<a href="Milit%C3%A4rputsch_in_der_T%C3%BCrkei_1971" title="Militärputsch in der Türkei 1971">1971–1973</a>), (<a href="Milit%C3%A4rputsch_in_der_T%C3%BCrkei_1980" title="Militärputsch in der Türkei 1980">1980–1983</a>)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Autoritärer_Korporativismus"><span id="Autorit.C3.A4rer_Korporativismus"></span>Autoritärer Korporativismus</h3></div>
<p>Merkmale:
</p>
<ul><li>vom Staat verfügte Prozedur der Interessenrepräsentation</li>
<li>zwangsadministrative Begrenzung innergesellschaftlicher Konflikte</li></ul>
<p>Ideologische Alternative für Gesellschaften, die infolge ihrer ökonomischen und sozialen Komplexität nicht allein mit technokratisch-autoritären Mitteln regiert werden können.
</p><p>Beispiele:
</p>
<ul><li><a href="Austrofaschismus" title="Austrofaschismus">Austrofaschismus</a> in <a href="St%C3%A4ndestaat_(%C3%96sterreich)" title="Ständestaat (Österreich)">Österreich</a> (1934–1938)</li>
<li><a href="Estado_Novo_(Portugal)" title="Estado Novo (Portugal)">Estado Novo</a> in <a href="Portugal" title="Portugal">Portugal</a> (1933–1974)</li>
<li><a href="Mikl%C3%B3s_Horthy" title="Miklós Horthy">Horthy</a>-<a href="K%C3%B6nigreich_Ungarn" title="Königreich Ungarn">Ungarn</a> (1919/1920–1944)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Mobilisierende_autoritäre_Regime"><span id="Mobilisierende_autorit.C3.A4re_Regime"></span>Mobilisierende autoritäre Regime</h3></div>
<p>Merkmale:
</p>
<ul><li>emotionale Legitimationsformen durch eine affektive Identifikation mit der Regierung</li>
<li><a href="Plebiszit" title="Plebiszit">plebiszitäre</a> Beteiligungsformen sollen dabei helfen, die Unterstützung zu sichern.</li></ul>
<p>Beispiel:
</p>
<ul><li><a href="Franquismus" title="Franquismus">Franco-Spanien</a> (1939–1976)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Postkoloniale_mobilisierende_Regime">Postkoloniale mobilisierende Regime</h3></div>
<p>Merkmale:
</p>
<ul><li>begrenzter Pluralismus</li>
<li>relative Autonomie der Gesellschaft</li>
<li>Heterogene politische Tendenzen und Kräfte</li></ul>
<p>Vor allem im postkolonialen <a href="Afrika" title="Afrika">Afrika</a> ließen soziale und ökonomische Disparitäten, ethnische, linguale und religiöse Unterschiede der Bevölkerung und eine schwache Bürokratie viele Staatsführer glauben, dass nur ein autoritär geführter Staat Erfolg verheißen würde. Die meisten dieser Regime sind Militär<a href="Putsch" title="Putsch">putschen</a> oder der Umwandlung in rein persönliche Herrschaften zum Opfer gefallen.
</p><p>Beispiele:
</p>
<ul><li><a href="Elfenbeink%C3%BCste" title="Elfenbeinküste">Elfenbeinküste</a></li>
<li><a href="Tansania" title="Tansania">Tansania</a></li>
<li><a href="Burkina_Faso" title="Burkina Faso">Burkina Faso</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Neopatrimoniale_Regime">Neopatrimoniale Regime</h3></div>
<p>Unter <a href="Neopatrimonialismus" title="Neopatrimonialismus">Neopatrimonialismus</a> wird ein besonders häufig in Afrika anzutreffender Herrschaftstyp bezeichnet, der als eine Mischform aus klassisch-patrimonialer und legal-rationaler Herrschaft angesehen werden kann. Als Regimetyp ist er zwischen <a href="Autokratie" title="Autokratie">Autokratie</a> und <a href="Demokratie" title="Demokratie">Demokratie</a> anzusiedeln. Kennzeichnende Bestandteile des Neopatrimonialismus sind <a href="Klientelismus" title="Klientelismus">Klientelismus</a> und politische <a href="Patronage" class="mw-redirect" title="Patronage">Patronage</a>.
</p><p>Beispiele:
</p>
<ul><li><a href="Kamerun" title="Kamerun">Kamerun</a></li>
<li><a href="Kenia" title="Kenia">Kenia</a></li>
<li><a href="Indonesien" title="Indonesien">Indonesien</a></li>
<li><a href="Kolumbien" title="Kolumbien">Kolumbien</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Rassen-_oder_ethnische_„Demokratien“"><span id="Rassen-_oder_ethnische_.E2.80.9EDemokratien.E2.80.9C"></span>Rassen- oder ethnische „Demokratien“ <span id="Rassendemokratie"></span></h3></div>
<p>Kennzeichnend für Rassendemokratien und <a href="Ethnokratie" title="Ethnokratie">Ethnokratien</a> ist, dass bestimmte ethnische Gruppen von der politischen Partizipation ausgeschlossen werden und keine demokratischen Rechte besitzen. Es wird nicht nur Druck auf die diskriminierte, in den historischen Beispielfällen nicht-weiße Bevölkerung ausgeübt, sondern auch auf Dissidenten aus der privilegierten Schicht (historisch: Weiße), die die <a href="Apartheid" title="Apartheid">Trennungspolitik</a> bekämpfen und in Frage stellen.
</p><p>Beispiele:
</p>
<ul><li><a href="S%C3%BCdafrika" title="Südafrika">Südafrika</a> während der <a href="Apartheid" title="Apartheid">Apartheid</a> (bis 1994)</li>
<li><a href="Geschichte_von_Simbabwe" class="mw-redirect" title="Geschichte von Simbabwe">Rhodesien</a> (bis 1980)</li></ul>
<p>Israel bezeichnete Linz als „multiethnische nichtkonsensuale Demokratie“, in der sich eine Entwicklung zur „Rassendemokratie“ abzeichnete.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Unvollständige_totalitäre_und_prätotalitäre_Regime"><span id="Unvollst.C3.A4ndige_totalit.C3.A4re_und_pr.C3.A4totalit.C3.A4re_Regime"></span>Unvollständige totalitäre und prätotalitäre Regime</h3></div>
<p>Merkmale:
</p>
<ul><li>Entwicklungstendenzen zum <a href="Totalitarismus" title="Totalitarismus">Totalitarismus</a> gestoppt oder verzögert</li></ul>
<p>Der Prätotalitarismus bezeichnet die Übergangsphase zum Totalitarismus.
</p><p>Beispiele:
</p>
<ul><li><a href="Geschichte_Spaniens" title="Geschichte Spaniens">Spanien</a> nach dem <a href="Spanischer_B%C3%BCrgerkrieg" title="Spanischer Bürgerkrieg">Bürgerkrieg</a> (1939)</li>
<li><a href="Deutsches_Reich_1933_bis_1945" class="mw-redirect" title="Deutsches Reich 1933 bis 1945">Deutsches Reich</a> kurz nach der <a href="Machtergreifung" title="Machtergreifung">Machtübernahme</a> (1933)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Posttotalitäre_autoritäre_Regime"><span id="Posttotalit.C3.A4re_autorit.C3.A4re_Regime"></span>Posttotalitäre autoritäre Regime</h3></div>
<p>Merkmale:
</p>
<ul><li>Verblassen utopischer Fernziele, Ritualisierung bzw. formelhafte Erstarrung der Ideologie</li>
<li>graduelle soziale, ökonomische und kulturelle – jedoch keine politische – Repluralisierung</li>
<li>bürokratischer Führungsstil der politischen Eliten, Tendenz zur Verrechtlichung des Herrschaftshandelns</li>
<li>Ritualisierung bzw. Erstarrung der gesellschaftlichen Mobilisierung, bei teilweiser Duldung oder gar Förderung der Flucht ins Privatleben</li></ul>
<p>Der Posttotalitarismus bezieht sich vor allem auf die <a href="Sowjetunion" title="Sowjetunion">Sowjetunion</a> und ihre osteuropäischen <a href="Satellitenstaat" title="Satellitenstaat">Satellitenstaaten</a> seit der <a href="Entstalinisierung" title="Entstalinisierung">Entstalinisierung</a>. Diese Kategorie enthält noch weitere Subtypen.
</p><p>Subtypen:
</p>
<ul><li>früher Posttotalitarismus: <a href="Volksrepublik_Bulgarien" title="Volksrepublik Bulgarien">Bulgarien</a> (1988/89)</li>
<li>eingefrorener Posttotalitarismus: <a href="Deutsche_Demokratische_Republik" title="Deutsche Demokratische Republik">DDR</a> (1971–1989), <a href="Tschechoslowakei#Tschechoslowakische_Sozialistische_Republik_(1960–1990)" title="Tschechoslowakei">Tschechoslowakei</a> (1977–1989)</li>
<li>reifer Posttotalitarismus: <a href="Ungarn#Ostblock,_Ungarnaufstand_und_Wende" title="Ungarn">Ungarn</a> (1982–1988)</li>
<li>Posttotalitarismus mit sultanistischen Zügen: <a href="Rum%C3%A4nien#Sozialistische_Republik" title="Rumänien">Rumänien</a> unter <a href="Nicolae_Ceau%C8%99escu" title="Nicolae Ceaușescu">Ceaușescu</a></li>
<li>Übergang vom Posttotalitarismus zum Autoritarismus: <a href="Volksrepublik_Polen" title="Volksrepublik Polen">Polen</a> (1980er Jahre)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Typologie_autoritärer_Regime_nach_Wolfgang_Merkel"><span id="Typologie_autorit.C3.A4rer_Regime_nach_Wolfgang_Merkel"></span>Typologie autoritärer Regime nach Wolfgang Merkel</h2></div>
<p>Der deutsche Politikwissenschaftler <a href="Wolfgang_Merkel" title="Wolfgang Merkel">Wolfgang Merkel</a> definiert zehn unterschiedliche autoritäre Typologien:
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Kommunistisch-autoritäres_Parteienregime"><span id="Kommunistisch-autorit.C3.A4res_Parteienregime"></span>Kommunistisch-autoritäres Parteienregime</h3></div>
<p>Merkmale:
</p>
<ul><li>Partei als <a href="Avantgarde" title="Avantgarde">Avantgarde</a> der <a href="Arbeiterklasse" title="Arbeiterklasse">Arbeiterklasse</a> und damit einziges legitimes Machtzentrum</li>
<li>meist <a href="Einparteiensystem" title="Einparteiensystem">Einparteiensystem</a> oder ein solches in Verbindung mit Satellitenparteien (z.&nbsp;B. die <a href="Blockparteien" class="mw-redirect" title="Blockparteien">Blockparteien</a> in der DDR) neben ihr</li>
<li>enger Führungszirkel (meist ein <a href="Politb%C3%BCro" title="Politbüro">Politbüro</a>) trifft die Entscheidungen</li>
<li>kollektives Führungsgremium</li></ul>
<p>Beispiele:
</p>
<ul><li><a href="Sowjetunion" title="Sowjetunion">Sowjetunion</a> 1924–1929, 1953–1956, 1985–1991</li>
<li><a href="Volksrepublik_Polen" title="Volksrepublik Polen">Volksrepublik Polen</a> ab 1956</li>
<li><a href="Volksrepublik_Ungarn" title="Volksrepublik Ungarn">Volksrepublik Ungarn</a> ab 1956</li>
<li><a href="Volksrepublik_China" title="Volksrepublik China">Volksrepublik China</a> seit den 1990er Jahren</li>
<li><a href="Sozialistische_F%C3%B6derative_Republik_Jugoslawien" title="Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien">Jugoslawien unter Tito</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Faschistisch-autoritäres_Regime"><span id="Faschistisch-autorit.C3.A4res_Regime"></span>Faschistisch-autoritäres Regime</h3></div>
<p>Merkmale:
</p>
<ul><li><a href="F%C3%BChrerprinzip" title="Führerprinzip">Führerprinzip</a></li>
<li>Antisozialismus</li>
<li><a href="Antiliberalismus" class="mw-redirect" title="Antiliberalismus">Antiliberalismus</a></li>
<li>korporatistische Ideologie und Organisationsstruktur</li>
<li>Parteiarmee</li>
<li>Massenmobilisierung</li>
<li>legitimatorischer Rückgriff auf vormoderne Mythen und Ordnungsmuster (<a href="Germanentum" class="mw-redirect" title="Germanentum">Germanentum</a>, <a href="Hispanit%C3%A4t" title="Hispanität">Hispanität</a>, <a href="Lateinische_Rasse" title="Lateinische Rasse">Latinität</a>)</li></ul>
<p>Beispiele:
</p>
<ul><li><a href="Italienischer_Faschismus" title="Italienischer Faschismus">Faschistisches Italien</a></li>
<li><a href="NS-Deutschland" class="mw-redirect" title="NS-Deutschland">NS-Deutschland</a> bis 1938</li>
<li><a href="Unabh%C3%A4ngiger_Staat_Kroatien" title="Unabhängiger Staat Kroatien">Unabhängiger Staat Kroatien</a></li>
<li><a href="Geschichte_Rum%C3%A4niens#Ära_Antonescu" title="Geschichte Rumäniens">Antonescu-Regime in Rumänien</a></li>
<li><a href="Slowakischer_Staat" title="Slowakischer Staat">Slowakischer Staat</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Militärregime"><span id="Milit.C3.A4rregime"></span>Militärregime</h3></div>
<p>Allgemeine Merkmale:
</p>
<ul><li><a href="Militarismus" title="Militarismus">Militarismus</a></li>
<li><a href="Patriotismus" title="Patriotismus">Patriotismus</a>/<a href="Nationalismus" title="Nationalismus">Nationalismus</a></li>
<li><a href="Nationale_Sicherheit" class="mw-redirect" title="Nationale Sicherheit">Nationale Sicherheit</a></li>
<li>Ruhe und Ordnung</li>
<li>Modernisierung von Wirtschaft und Verwaltung</li>
<li>mehrere Varianten</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Bürokratisch-militärisches_Regime_2"><span id="B.C3.BCrokratisch-milit.C3.A4risches_Regime_2"></span>Bürokratisch-militärisches Regime</h4></div>
<p>Merkmale:
</p>
<ul><li><a href="Junta" title="Junta">Junta</a> von acharismatischen Militärs</li>
<li>ideologiearmer Pragmatismus</li>
<li>folgt häufig auf liberale Demokratien</li></ul>
<p>Beispiele:
</p>
<ul><li>lateinamerikanische Militärdiktaturen der 1960er und 1970er Jahre</li>
<li><a href="Griechische_Milit%C3%A4rdiktatur" title="Griechische Militärdiktatur">Griechische Militärdiktatur</a></li>
<li><a href="Thailand" title="Thailand">Thailand</a></li>
<li><a href="S%C3%BCdkorea" title="Südkorea">Südkorea</a> 1961–1988</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Militärisches_Führerregime"><span id="Milit.C3.A4risches_F.C3.BChrerregime"></span>Militärisches Führerregime</h4></div>
<p>Merkmale:
</p>
<ul><li>meist charismatischer militärischer Führer</li>
<li>spätere politische Lösung des Regimes vom Militär</li>
<li>Legitimation durch direkt-plebiszitäre Beziehung zum Volk</li></ul>
<p>Beispiele:
</p>
<ul><li><a href="K%C3%B6nigreich_Ungarn" title="Königreich Ungarn">Ungarn</a> unter dem <a href="Reichsverweser" title="Reichsverweser">Reichsverweser</a> <a href="Mikl%C3%B3s_Horthy" title="Miklós Horthy">Miklós Horthy</a></li>
<li><a href="Zweite_Polnische_Republik" title="Zweite Polnische Republik">Zweite Polnische Republik</a> unter <a href="J%C3%B3zef_Pi%C5%82sudski" title="Józef Piłsudski">Józef Piłsudski</a></li>
<li><a href="Paraguay" title="Paraguay">Paraguay</a> unter <a href="Alfredo_Stroessner" title="Alfredo Stroessner">Alfredo Stroessner</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Militärisches_Gangsterregime_und_Warlord-Herrschaft"><span id="Milit.C3.A4risches_Gangsterregime_und_Warlord-Herrschaft"></span>Militärisches Gangsterregime und Warlord-Herrschaft</h4></div>
<p>Merkmale:
</p>
<ul><li>reines Repressionsregime ohne wertorientierte Zielvorstellungen</li>
<li>persönliche Bereicherung der <a href="Warlord" title="Warlord">Warlords</a> und Privatisierung des Militärs</li>
<li>Ergebnis von zerfallender Staatlichkeit</li>
<li>meist nur von kurzer Dauer</li></ul>
<p>Beispiele:
</p>
<ul><li><a href="Mobutu_Sese_Seko" title="Mobutu Sese Seko">Mobutu</a>-Regime in Zaire (<a href="Demokratische_Republik_Kongo" title="Demokratische Republik Kongo">Demokratische Republik Kongo</a>)</li>
<li><a href="Afghanistan" title="Afghanistan">Afghanistan</a> 1990–1995</li>
<li><a href="Liberia" title="Liberia">Liberia</a> unter <a href="Charles_Taylor_(Politiker)" title="Charles Taylor (Politiker)">Charles Taylor</a> 1997–2003</li>
<li><a href="Somalia" title="Somalia">Somalia</a> seit den 1990er Jahren</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Korporatistisch-autoritäres_Regime"><span id="Korporatistisch-autorit.C3.A4res_Regime"></span>Korporatistisch-autoritäres Regime</h3></div>
<p>Merkmale:
</p>
<ul><li>„organische Demokratie“</li>
<li>staatlich kontrollierte Wirtschafts- und Berufsstände</li>
<li>permante Zwangsschlichtung im nationalen Interesse</li></ul>
<p>Beispiele:
</p>
<ul><li><a href="Estado_Novo_(Portugal)" title="Estado Novo (Portugal)">Estado Novo</a> in <a href="Portugal" title="Portugal">Portugal</a></li>
<li><a href="Austrofaschismus" title="Austrofaschismus">Austrofaschismus</a></li>
<li><a href="Franquismus" title="Franquismus">Franquistisches</a> Spanien und <a href="Italienischer_Faschismus" title="Italienischer Faschismus">faschistisches Italien</a> in der Frühphase der Regime</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Rassistisch-autoritäres_Regime"><span id="Rassistisch-autorit.C3.A4res_Regime"></span>Rassistisch-autoritäres Regime</h3></div>
<p>Merkmale:
</p>
<ul><li>Ausschluss einer bestimmten Ethnie oder durch ihre Hautfarbe definierten Bevölkerungsgruppe aus dem demokratischen Prozess und von Bürgerrechten</li>
<li>für das in den historischen Fallbeispielen zumeist weiße Mehrheiten bzw. Minderheiten einschließende politische System galten demokratische Normen und Verfahren.</li></ul>
<p>Beispiele:
</p>
<ul><li><a href="S%C3%BCdafrika" title="Südafrika">Südafrika</a> während der <a href="Apartheid" title="Apartheid">Apartheid</a></li>
<li><a href="Rhodesien" title="Rhodesien">Rhodesien</a></li>
<li><a href="USA" class="mw-redirect" title="USA">USA</a> bis zum <a href="Amerikanischer_B%C3%BCrgerkrieg" class="mw-redirect" title="Amerikanischer Bürgerkrieg">Bürgerkrieg</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Autoritäres_Modernisierungsregime"><span id="Autorit.C3.A4res_Modernisierungsregime"></span>Autoritäres Modernisierungsregime</h3></div>
<p>Merkmale:
</p>
<ul><li>tritt entweder als Militär-, Einparteien- oder Führerregime auf</li>
<li>Fehlen einer traditionellen Herrschaftsform</li>
<li>häufig aus <a href="Befreiungsbewegung" title="Befreiungsbewegung">Befreiungsbewegungen</a> hervorgegangen</li></ul>
<p>Beispiele:
</p>
<ul><li><a href="Peronismus" title="Peronismus">Peronistische Regime</a> in <a href="Argentinien" title="Argentinien">Argentinien</a></li>
<li><a href="%C3%84gypten" title="Ägypten">Ägypten</a> unter <a href="Gamal_Abdel_Nasser" title="Gamal Abdel Nasser">Gamal Abdel Nasser</a></li>
<li><a href="T%C3%BCrkei" title="Türkei">Türkei</a> unter <a href="Atat%C3%BCrk" class="mw-redirect" title="Atatürk">Atatürk</a></li>
<li><a href="Algerien" title="Algerien">Algerien</a> unter <a href="Ben_Bella" class="mw-redirect" title="Ben Bella">Ben Bella</a></li>
<li><a href="Putsch_in_Chile_1973" title="Putsch in Chile 1973">Militärdiktatur in Chile</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Theokratisch-autoritäres_Regime"><span id="Theokratisch-autorit.C3.A4res_Regime"></span>Theokratisch-autoritäres Regime</h3></div>
<ul><li><a href="Theokratie" title="Theokratie">Theokratie</a></li>
<li>religiöse Heilslehre als staatlich verordnete Weltanschauung</li>
<li>Tendenz zum <a href="Totalitarismus" title="Totalitarismus">Totalitarismus</a></li></ul>
<p>Beispiele:
</p>
<ul><li><a href="Iran" title="Iran">Iran</a> seit 1979</li>
<li><a href="Tibet_(1912%E2%80%931951)" title="Tibet (1912–1951)">Tibet (1912–1951)</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Dynastisch-autoritäres_Regime"><span id="Dynastisch-autorit.C3.A4res_Regime"></span>Dynastisch-autoritäres Regime</h3></div>
<p>Merkmale:
</p>
<ul><li>monarchisches Prinzip</li>
<li><a href="Konstitutionelle_Monarchie" title="Konstitutionelle Monarchie">konstitutionelle Monarchie</a> und nicht-konstitutionelle <a href="Monarchie" title="Monarchie">Monarchie</a></li></ul>
<p>Beispiele:
</p>
<ul><li><a href="England" title="England">England</a>/<a href="K%C3%B6nigreich_Gro%C3%9Fbritannien" title="Königreich Großbritannien">Großbritannien</a> 17.–19. Jahrhundert (konstitutionelle Monarchie)</li>
<li>Scheichtümer in der Golfregion</li>
<li><a href="K%C3%B6nigsdiktatur" title="Königsdiktatur">Königsdiktaturen</a> in Osteuropa während der <a href="Zwischenkriegszeit" title="Zwischenkriegszeit">Zwischenkriegszeit</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Sultanisch-autoritäres_Regime"><span id="Sultanisch-autorit.C3.A4res_Regime"></span>Sultanisch-autoritäres Regime</h3></div>
<p>Merkmale:
</p>
<ul><li>Mischung aus extrem personalisiertem und erratischem Herrschaftsstil</li>
<li>Familienklan-Herrschaft</li></ul>
<p>Beispiele:
</p>
<ul><li><a href="Rum%C3%A4nien" title="Rumänien">Rumänien</a> unter <a href="Nicolae_Ceau%C8%99escu" title="Nicolae Ceaușescu">Nicolae Ceaușescu</a> ab den 1970er Jahren</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Autoritarismus_in_der_Sozialpsychologie">Autoritarismus in der Sozialpsychologie</h2></div>
<p>Der Autoritarismus wird sozialpsychologisch als eine <a href="Einstellung_(Psychologie)" title="Einstellung (Psychologie)">Einstellung</a> (<i>Right-Wing-Authoritarianism</i> o.a. RWA), manchmal auch als eine <a href="Pers%C3%B6nlichkeitseigenschaft" title="Persönlichkeitseigenschaft">Persönlichkeitseigenschaft</a> aufgefasst (<a href="Autorit%C3%A4re_Pers%C3%B6nlichkeit" title="Autoritäre Persönlichkeit">autoritäre Persönlichkeit</a> bzw. <a href="Autorit%C3%A4rer_Charakter" title="Autoritärer Charakter">autoritärer Charakter</a>) oder dient als Oberbegriff für faschistoide und antidemokratische Einstellungen. Psychologisch ist der Begriff doppeldeutig, denn er beschreibt einerseits ein extrem dominantes Verhalten, andererseits die Bereitschaft zur Unterwerfung unter Ranghöhere. Insofern hängen Autoritarismus und <a href="Gehorsam" title="Gehorsam">Gehorsam</a> zusammen.
</p><p>In ihren bekannten und viel diskutierten Experimenten haben <a href="Stanley_Milgram" title="Stanley Milgram">Stanley Milgram</a> (<a href="Milgram-Experiment" title="Milgram-Experiment">Milgram-Experiment</a>) und <a href="Philip_Zimbardo" title="Philip Zimbardo">Philip Zimbardo</a> (<a href="Stanford-Prison-Experiment" title="Stanford-Prison-Experiment">Stanford-Prison-Experiment</a>) das beobachtete Gehorsamkeitsverhalten unter simulierten, für die Teilnehmer realistisch wirkenden Bedingungen untersucht und nach Zusammenhängen mit anderen sozialen Einstellungen und Persönlichkeitsmerkmalen gefragt. Philip Zimbardo: „The only link between personality and prison behavior was a finding that prisoners with a high degree of <i>authoritarianism</i> endured our authoritarian prison environment longer than did other prisoners.“<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> (Die einzige Verbindung zwischen Persönlichkeit und Gefängnisverhalten war der Befund, dass Gefangene mit einem hohen Grad an <i>Autoritarismus</i> unsere autoritäre Gefängnisumgebung länger ertrugen als andere Gefangene.)
</p><p>Die amerikanische Verhaltensökonomin Karen Stenner argumentiert, dass Autoritarismus kein Persönlichkeitsmerkmal sei, sondern als eine Reaktion auf Bedrohungen der normativen Ordnung anzusehen ist,<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> die sich darin äußert, dass das „vorgestellte ‚Wir‘“ zerfällt, was zu Angst vor dem „ethnischen Verschwinden“ und vor Zuwanderung führt.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In der aktuellen psychologischen Forschung wird für das Konstrukt des Autoritarismus v.&nbsp;a. der Begriff des <b>Right-Wing-Authoritarianism (RWA)</b> verwendet, welcher Autoritarismus als eine relative stabile, ideologische <a href="Einstellung_(Psychologie)" title="Einstellung (Psychologie)">Einstellung</a> versteht. Diese kann aufgegliedert werden in <i>autoritäre Aggression</i>, <i>autoritäre Unterwürfigkeit</i> und <i>Konventionalismus</i>. Konzepte zu Left-Wing-Authoritarianism (LWA) liegen vor, sind jedoch noch nicht so gut untersucht wie RWA.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Right-Wing-Authoritarianism gilt zusammen mit <a href="Soziale_Dominanzorientierung" title="Soziale Dominanzorientierung">Sozialer Dominanzorientierung (SDO)</a> als stärkster Prädiktor für <a href="Vorurteilsforschung" title="Vorurteilsforschung">Vorurteile</a> und <a href="Ethnozentrismus" title="Ethnozentrismus">Ethnozentrismus</a>. Personen mit einer hohen Ausprägung in RWA sehen die Welt als gefährlich und streben daher nach Sicherheit und Ordnung. Dieses Streben zeigt sich dann in dem Gehorsam gegenüber wahrgenommenen Autoritäten (autoritäre Unterwürfigkeit), Strafbedürfnis gegenüber denen, die von den Normen abweichen (autoritäre Aggression) sowie tradierten Werten (Konventionalismus).<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Abgrenzung_zum_Totalitarismus">Abgrenzung zum Totalitarismus</h2></div>
<p>Nach <a href="Juan_Linz" title="Juan Linz">Juan Linz</a>, der den Begriff in den 1960er Jahren geprägt hat, unterscheidet der Autoritarismus sich vom diktatorischen <a href="Totalitarismus" title="Totalitarismus">Totalitarismus</a> durch:<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<ol><li>begrenzten <a href="Pluralismus_(Politik)" title="Pluralismus (Politik)">Pluralismus</a>,</li>
<li>keine umfassend formulierte <a href="Ideologie" title="Ideologie">Ideologie</a>,</li>
<li>weder extensive noch intensive Mobilisierung.</li></ol>
<p>Der begrenzte Pluralismus ist als zentrales Abgrenzungsmerkmal zu sehen. Der Handlungsspielraum von politischen und gesellschaftlichen Akteuren hängt weitgehend von der autoritären Staatsführung ab. In Abgrenzung zum Totalitarismus ist für den Autoritarismus zutreffender von <a href="Mentalit%C3%A4t" title="Mentalität">Mentalitäten</a> zu sprechen als von (politischen) Ideologien und <a href="Weltanschauung" title="Weltanschauung">Weltanschauungen</a>. Mentalität ist nach <a href="Theodor_Geiger" title="Theodor Geiger">Theodor Geiger</a> „subjektive Ideologie“, aber „objektiver Geist“.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Mentalitäten sind psychische <a href="Pers%C3%B6nlichkeitseigenschaft" title="Persönlichkeitseigenschaft">Prädispositionen</a> und funktionieren formlos.
</p><p>Das Fehlen einer klaren Ideologie bewirkt einen Verlust der Mobilisierungsfähigkeit; der Bevölkerung fehlt eine emotionale Bindung an das System. Daher formulieren autoritäre <a href="Regime" title="Regime">Regime</a> ihre Politik pragmatisch und versuchen gleichzeitig, allgemeine <a href="Wertvorstellung" title="Wertvorstellung">Wertvorstellungen</a> wie <a href="Patriotismus" title="Patriotismus">Patriotismus</a>, <a href="Nationalismus" title="Nationalismus">Nationalismus</a>, <a href="Modernisierung_(Soziologie)" title="Modernisierung (Soziologie)">Modernisierung</a> und Ordnung durchzusetzen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Autokratie" title="Autokratie">Autokratie</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Anne_Applebaum" title="Anne Applebaum">Anne Applebaum</a>: <i>Die Verlockung des Autoritären: Warum antidemokratische Herrschaft so populär geworden ist.</i> Aus dem Englischen von Jürgen Neubauer. <a href="Siedler_Verlag" title="Siedler Verlag">Siedler Verlag</a>, München 2021, ISBN 978-3-8275-0143-1.
<ul><li>Originalausgabe: <i>Twilight of Democracy&nbsp;: The Seductive Lure of Authoritarianism.</i> Doubleday, New York 2020, ISBN 978-0-385-54580-8.</li></ul></li>
<li>Erica Frantz: <i>Authoritarianism – What everyone needs to know.</i> Oxford University Press, 2018, ISBN 978-0-19-088020-0.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><a href="J%C3%BCrgen_Hartmann_(Politikwissenschaftler)" title="Jürgen Hartmann (Politikwissenschaftler)">Jürgen Hartmann</a>: <i>Vergleichende Regierungslehre und Systemvergleich.</i> In: Dirk Berg-Schlosser, Ferdinand Müller-Rommel (Hrsg.): <i>Vergleichende Politikwissenschaft.</i> 4. Auflage. <a href="Springer_VS" title="Springer VS">Verlag für Sozialwissenschaften</a>, 1997, ISBN 978-3-8100-3860-9, S.&nbsp;31&nbsp;ff.</li>
<li>Werner Herkner: <i>Lehrbuch der Sozialpsychologie.</i> 6. Auflage. Huber, Bern 2001, ISBN 3-456-81989-7.</li>
<li><a href="Juan_Linz" title="Juan Linz">Juan José Linz</a>: <i>Autoritäre Regime.</i> In: Dieter Nohlen (Hrsg.): <i>Wörterbuch Staat und Politik.</i> Piper, München 1996, ISBN 3-492-22070-3, S. 40–43.</li>
<li>Juan José Linz: <i>Totalitäre und autoritäre Regime.</i> Herausgegeben und übersetzt von <a href="Raimund_Kr%C3%A4mer" title="Raimund Krämer">Raimund Krämer</a>. 3. Auflage. Potsdamer Textbücher 4. <a href="WeltTrends" title="WeltTrends">WeltTrends</a>, Potsdam 2009, ISBN 978-3-941880-00-9.</li>
<li>Juan José Linz: <i>Ein autoritäres Regime: Der Fall Spanien.</i> Herausgegeben und übersetzt von <a href="Raimund_Kr%C3%A4mer" title="Raimund Krämer">Raimund Krämer</a> und Christoph Sebastian Widdau. Potsdamer Textbücher 13. WeltTrends, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941880-35-1.</li>
<li><a href="Dieter_Nohlen" title="Dieter Nohlen">Dieter Nohlen</a>: <i>Autoritäre Systeme.</i> In: <a href="Peter_Waldmann" title="Peter Waldmann">Peter Waldmann</a>, <a href="Klaus_Ziemer" title="Klaus Ziemer">Klaus Ziemer</a> (Hrsg.): <i>Die östlichen und südliche Länder</i> (=&nbsp;<i>Lexikon der Politik in 7 Bändern.</i> Band 4). C.H. Beck, München 1997, ISBN 3-406-36908-1, S. 67–74.</li>
<li><a href="Lars_Rensmann" title="Lars Rensmann">Lars Rensmann</a>, <a href="Steffen_Hagemann" title="Steffen Hagemann">Steffen Hagemann</a>, <a href="Hajo_Funke" title="Hajo Funke">Hajo Funke</a>: <i>Autoritarismus und Demokratie. Politische Theorie und Kultur in der globalen Moderne</i> (= <i>Wochenschau Wissenschaft</i>). Wochenschau Verlag, Schwalbach 2011, ISBN 978-3-89974-679-2.</li>
<li>Susanne Rippl, Christian Seipel, Angela Kindervater (Hrsg.): <i>Autoritarismus. Kontroversen und Ansätze der aktuellen Autoritarismusforschung.</i> Leske und Budrich, Opladen 2000, ISBN 3-8100-2634-4.</li>
<li>Bernd Six: <i>Generalisierte Einstellungen.</i> In: <a href="Manfred_Amelang" title="Manfred Amelang">Manfred Amelang</a> (Hrsg.): <i>Enzyklopädie der Psychologie. Differentielle Psychologie und Persönlichkeitsforschung.</i> Band 3. Hogrefe, Göttingen 1966, ISBN 978-3-8017-0553-4, S. 1–50.</li>
<li>Karen Stenner: <i>The authoritarian dynamic.</i> Cambridge University Press, Cambridge 2005, ISBN 978-0-521-53478-9.</li>
<li><a href="Max_Horkheimer" title="Max Horkheimer">Max Horkheimer</a>: <i>Autoritärer Staat.</i> In: Ders.: <a href="Friedrich_Pollock" title="Friedrich Pollock">Friedrich Pollock</a> u.&nbsp;a.: <i>Wirtschaft, Recht und Staat im Nationalsozialismus. Analysen im <a href="Institut_f%C3%BCr_Sozialforschung" title="Institut für Sozialforschung">Institut für Sozialforschung</a> 1939–1942.</i> Hg. <a href="Helmut_Dubiel" title="Helmut Dubiel">Helmut Dubiel</a>, <a href="Alfons_S%C3%B6llner" title="Alfons Söllner">Alfons Söllner</a>. <a href="Europ%C3%A4ische_Verlagsanstalt" title="Europäische Verlagsanstalt">Europäische Verlagsanstalt</a> und <a href="Syndikat_Verlag" title="Syndikat Verlag">Syndikat Buchgesellschaft</a>, Frankfurt 1981, ISBN 3-434-00469-6, S. 55–80.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><a href="Wolfgang_Merkel" title="Wolfgang Merkel">Wolfgang Merkel</a> <i>Systemtransformation. Eine Einführung in die Theorie und Empirie der Transformationsforschung.</i> VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2010, ISBN 978-3-531-17201-9, S. 43–48.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Autoritarismus" class="extiw external" title="wikt:Autoritarismus">Wiktionary: Autoritarismus</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Authoritarianism?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Autoritarismus</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern und Audiodateien</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://opac.giga-hamburg.de/subject/Autoritarismus#results">Datenbank inhaltlich erschlossener Literatur zum Thema Autoritarismus</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://christophluescher.ch/old/Forschungsarbeit.html">Autoritarismus und Ausländerfeindlichkeit</a> von Christoph Lüscher, <a href="Universit%C3%A4t_Z%C3%BCrich" title="Universität Zürich">Universität Zürich</a>, 1997</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://pw-portal.de/auswahlbibliografien/82-autoritarismus">Politikwissenschaftliche Literatur zum Thema Autoritarismus</a> in der <a href="Annotierte_Bibliografie_der_Politikwissenschaft" title="Annotierte Bibliografie der Politikwissenschaft">Annotierten Bibliografie der Politikwissenschaft</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Professor of Political Communication Sarah Oates: <i>Television, Democracy and Elections in Russia.</i> BASEES/Routledge Series on Russian and East European Studies, Routledge, 2006, ISBN 978-1-134-17847-6, S. 149: „… mass media are critical factors in halting the slide in authoritarianism“.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Thomas Heberer, Gunter Schubert (Hrsg.): <i>Regime Legitimacy in Contemporary China: Institutional Change and Stability.</i> Routledge Contemporary China Series, Routledge, 2008, ISBN 978-1-134-03630-1, S. 177.</span>
</li>
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